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Berimbanda
Vogelpfeiffer
In Brasilien ...
Ich bin Pädagoge
Pädagogisches System
Sie können mich engagieren für einen spannenden MUSIKWORKSHOP:
Den ersten und zweiten Teil dieser Beschreibung kann man mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen durchführen. Der dritte Teil ist besser geeignet für Jugendliche oder Lehrer, die weitere Überlegungen machen wollen.
1) Rhythmus und Klang im Körper erleben
Mit Hilfe eines eigenen pädagogischen Systems vermittle ich den Lernstoff durch den Gebrauch von Bildern, Geschichten und Spielen.
Ein leichter und lustvoller Weg, das Notensystem zu lernen, ist zum Beispiel:
"Himmel und Hölle" als Rhythmusspiel. Die "Magische Tafel" ist ein einfacher Weg, das Partitursystem zu lernen.
2) Zugang zu lateinamerikanischen Rhythmen und Melodien
Ich habe zwei Gründe, "Capoeira" in der Stunde zu gebrauchen:
– Capoeira ist Tanz, Kampf und Musik. Sie baut Selbstvertrauen, vermittelt Körperbewusstsein, fördert die Koordination und entwickelt eine Art strategische Denkweise.
– Capoeira Musik ist leicht zu lernen und enthält die Basis Lateinamerikanischer Musik.
Der Einsatz von Konservendosen zusammen mit alten Singspielen macht den Unterricht lebendig und lustvoll.
Die "BERIMBANDA" ist für jeden, der interessiert ist, Berimbau zu lernen.
3) Anwendungen und Ausdrucksformen
Ich komme hier auf das zurück, was wir in den Punkten 1 und 2 besprochen haben. Die TeilnehmerInnen wählen ein Stück, das sie kennen, zum Spielen aus. In einer Art Meisterklasse untersuchen wir das Material.
Die gewählten Stücke enthalten einen bestimmten Charakter, der die richtigen technischen Mittel verlangt, um zum Ausdruck zu kommen. Die richtigen technischen Mittel entstehen immer aus der sorgfältigen Balance zwischen drei Faktoren: Körper, Denken, und Gefühl.
Nehmen wir zum Beispiel "Canção do Amor” von Villa Lobos. Es ist langsam, sehnsuchtsvoll, romantisch und hat etwas vom "Choro”- einem brasilianischen Musikstil von 1930. Wie entsteht also die richtige Balance?

Denken
Dieser Faktor ist wichtig, um gewisse rationale Entscheidungen zu treffen. Man kann sich gut orientieren an Fragen wie Was muss ich machen, dass mein Ton sehnsüchtig klingt? Hat es zu tun mit dem Rhythmus oder nur mit dem Vibrato? Wie hat man in Brasilien um 1930 gespielt? Solche und ähnliche Fragen werden hier erörtert. Das ist aber nicht genug.

Körper
Dieser Faktor ist stark mit dem Rhythmus verbunden. Der Körper spielt aber auch in einem langsamen Satz eine Rolle. Musik ist eine Bewegung in der Klangwelt. Rhythmus ist die Form dieser Bewegung. Ob schnell oder langsam - eine Bewegung hat immer einen Rhythmus. Der Körper hat seine eigene Art zu denken. Um zu wissen, was er denkt, müssen wir ihn in Bewegung erleben. Darum das Spiel "Himmel und Hölle”als Vorbereitung.

Gefühl
Wenn ein Schüler kein Interesse an Villa Lobos zeigt, aber dieses Stück trotzdem spielen muss, begegnet er der Arbeit mit eine Blockade auf der Gefühlsebene. Seine Körperbewegungen und der Einsatz von technischen Mitteln werden künstlich aussehen. In der Auswahl eines Stückes spiegelt sich die Projektion unserer inneren Bilder. Darum ist es mir wichtig, dass die Schüler die Stücke selber auswählen. Ich gebe daher eine Liste mit Musikstücken als Vorschlag an die Schüler ab.

BEISPIEL:
Zusammen mit zwei Lehrerinnen haben ich in Bonstetten eine Woche lang mit 30 Kindern ab sieben Jahren gearbeitet. Thema: "Der Kreis des Mülls". Wir haben Instrumente aus Müll gebastelt und darauf gespielt.
Das gleiche System habe ich auch auf die Tanzgruppe ATZ- Zürich angewendet. Rund 20 Leute um die Dreissig haben mit mir während zwei Tagen gearbeitet.
Ich habe dieses System auch mit einem Chor eingesetzt. Ab und zu führe ich diese Spiele wie eine Konzertveranstaltung auf. Die Leute kommen, und wir beginnen, ohne ein wirkliches Ziel, zusammen zu spielen. Das macht sehr viel Spass.